Teichfolien aus PVC oder EPDM - was ist besser?

Diese Frage stellt sich vielen angehenden Teichfreunden. Welche Teichfolie ist für meinen Zweck die beste Wahl? Als wichtigste Kriterien sind die Größe und die Wassertiefe sowie die mechanische Belastung des Teiches zu sehen. Wird es ein sehr kleiner Teich mit geringer Wassertiefe zur reinen Zierde oder wird es ein Schwimmteich oder Koiteich mit einer Wassertiefe von zwei oder mehr Metern? Wie ist der Untergrund beschaffen, ist er steinig oder mit vielen Wurzeln durchzogen? Kann die Teichfolie repariert werden, wenn diese mal ein Loch oder einen Riß hat?

Teichfolien aus PVC

Teichfolien aus PVC werden am häufigsten für den Teichbau verwendet. Für kleine Zierteiche mit geringer Wassertiefe (< 1 m) ist eine Folienstärke von 0,5 mm ausreichend. Meistens werden jedoch Fische in den Teich gesetzt und die Wassertiefe liegt - aus Gründen der Überwinterung der Fische - durchaus bei deutlich mehr als 1 Meter. Die 1 mm starke PVC-Teichfolie hat sich hier als Standardfolie etabliert. Bei steil abfallenden Böschungen, wie z.B. bei Koiteichen oder Schwimmteichen, sollte besser eine Teichfolie mit 1,5 mm Stärke verwendet werden. Sehr sicherheitsorientierte Teichbauer greifen bei solchen Teichen zu einer 2 mm starken Teichfolie. Deren technische Werte sind zwar besser als die einer 1,5 mm starken Teichfolie, ob sie aber mehr Sicherheit bringt steht in den Sternen. Außerdem läßt sich eine 2 mm starke PVC-Folie nicht so gut verlegen als eine dünnere und sie paßt sich nicht so gut dem Teichuntergrund an. Teichfolien aus PVC lassen sich sehr gut und einfach mit einem Teichfolienkleber oder mit Flüssig-PVC reparieren.

Teichfolien aus EPDM

Bei EPDM handelt es sich um einen synthetischen Kautschuk (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer), der sich sehr gut verarbeiten läßt und sich auch für große und tiefe Teiche eignet. Die Reißfestigkeit und die Dehnbarkeit dieser Kautschukfolie sind besser als die einer PVC-Folie. Auch die UV-Beständigkeit ist höher, was bei Teichen, bei denen die Teichränder "blank" liegen, durchaus ein wichtiges Kriterium sein kann. Teichfolie aus EPDM ist deutlich teurer als eine Teichfolie aus PVC, was sich bei Schwimmteichen, die einer höheren mechanischen Belastung ausgesetzt sind oder bei Koiteichen mit einer großen Wassertiefe und ggf. steinigem Untergrund durchaus auszahlen kann. Eventuelle Undichtigkeiten (Löcher oder Risse) lassen sich einfach mit einem speziellen Kleber und EPDM-Flicken reparieren.

Teichunterbau

Grundsätzlich sollte als Teichunterbau ein Sandbett (mindestens 10 cm) oder ein Teichvlies verwendet werden, wobei die Verlegung eines Teichvlies mit weniger Aufwand verbunden ist und auch an steilen Böschungen hält. Der weiche Unterbau schützt die Teichfolie vor allem bei steinigem Untergrund vor zu hoher mechanischer Belastung, die bei Schwimmteichen und bei Teichen mit großer Wassertiefe oder steilen Uferböschungen nicht zu vernachlässigen ist.

Fazit

Beide Folienarten lassen sich bei Temperaturen ab 15 °C sehr gut verlegen und können im Schadenfall einfach repariert werden. Eine gute fisch- und pflanzenverträglichkeit ist ebenfalls bei beiden Teichfolien gegeben. Die Haltbarkeit einer Teichfolie aus PVC wird mit ca. 20 Jahren angegeben, die einer EPDM-Teichfolie liegt bei ca. 30 Jahren. Diese Aussagen basieren allerdings auf keinen verbindlichen DIN- oder ISO-Normen. Die Wurzelfestigkeit wird mit gekeimten Lupinensamen über einen kurzen Zeitraum getestet und für den Test der UV-Beständigkeit wird die Folie ca. 3.000 Stunden dem Sonnenlicht ausgesetzt.

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